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Letztes Update:
26. Oktober 2008

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Das Terrarium

Die Grösse

Die Grösse des Terrariums kann sehr unterschiedlich sein. Sie hängt davon ab, wie alt und wie gross das zu unterbringende Tier ist, wie viele Tiere man im Terrarium unterbringen will und wie viel Platz man hat. Natürlich gilt hier die Devise:
je grösser desto besser.
Eine Faustregel, die etwa zu lesen ist und die mir realistisch scheint lautet:

Terrariengrösse = Läge der Schlange x halbe Länge d. S. x halbe Länge d. S. (l x b x h)

Wer den Tieren mehr Platz bieten kann, soll dies ruhig tun. Wer nicht so viel Platz zur Verfügung hat, finde ich, kann auch noch etwas kleiner gehen. Ich finde aber, dass für ein adultes Tier (ab 90cm) 130 Liter nicht unterboten werden sollen.

Schlüpflinge und Jungtiere können in kleineren Behältern oder Terrarien untergebracht werden. Dort drängt es sich sogar auf, dass das Behältnis klein, übersichtlich und ausbruchsicher ist. Mehr dazu unter Aufzucht.


Art des Terrariums

Ich selber bevorzuge für meine adulten Tiere Holzterrarien mit einer Glastür. Die Falltür deshalb, weil die Schiebetüren regelmässig von den Schlangen geöffnet werden, da ich Spezialist darin bin, das Befestigen der Arretierung zu vergessen.

Die Jungtiere ziehe ich bis zu einer bestimmten Grösse in kleineren (z.B. 60x30x30cm) Glasterrarien auf. Dabei halte ich mehrere Jungtiere zusammen. Für die adulten Zuchttiere ist mein Ziel, dass ich jedes einzeln halte, damit ich die totale Übersicht über die Verpaarungen habe und damit die Weibchen bei der Eiablage keinen Stress haben.

Einrichtung

Die Möglichkeiten zur Einrichtung eines Terrariums für Kornnattern ist eigentlich fast grenzenlos. Sie reicht von ganz einfach eingerichteten Terris, welche gerade die Grundbedürfnisse der Schlangen berücksichtigen bis zu Terrarien mit Pflanzen, Wasserlauf, Kaskaden, Klettermöglichkeiten...

Ein Terrarium oder Behältnis, welches nur gerade die Grundbedürfnisse der Tiere abdecken soll (Quarantäne-Terrarium, Aufzuchtbehälter für Babis) muss meiner Ansicht nach folgende Minimaleinrichtung aufweisen:

  • Saugfähiges Bodensubstrat wie z.B. Haushaltpapier, Hanfstreu (Vorsicht beim Füttern wegen Verschluckungsgefahr!), grobkörniges Vermiculit (ziehe ich persönlich vor)...
  • Versteckmöglichkeit wie Korkröhren, Kartonröhren, Kokosnussschalen, Tontöpfe, Plastikbox mit feuchtem Vermiculit (ziehe ich vor)...
  • Schale mit immer frischem Wasser

Dies sind meiner Meinung nach die wichtigsten Einrichtungsgegenstände. Natürlich ist es schöner, wenn den Schlangen Terrarien mit vielseitiger Einrichtung angeboten wird.

Meine Terrarien richte ich folgendermassen ein:
Als Bodengrund streue ich Holzschnipsel ein. Diese haben die positive Eigenschaft, den Kot gut aufzusaugen, so dass wenig Geruch entsteht, wenn man den Kot nicht gerade sieht und entfernt. Nachteil ist, dass das Futter besser in einem separaten Behälter angeboten wird, da die Späne recht spitz sind. Wenn eine Schlange beim Fressen so einen Span schluck, kann es zu bösen inneren Verletzungen kommen.
Was in keinem meiner Terrarien fehlt ist eine Pflanze. Ich stelle einen Topf mit einer robusten Pflanze in jedes Terrarium. Damit die Schlangen nicht in der feuchten Erde wühlen und die Pflanzen ausgraben, bedecke ich die Erde mit Kieselsteinen.
Weiter lege ich einige Korkstücke in die Terrarien, solche, die am Boden liegen und wo sich die Schlangen darunter verstecken können und solche, die in die Höhe ragen, wo die Tiere darauf herum klettern können. Auch Kletteräste fehlen nicht.
Eine Schale mit frischem Wasser steht in jedem meiner Terris. Die Schalen sind so gross, dass die Schlange darin baden kann.
In jedem Terrarium steht auch eine Plastik-Box, die mit einem Loch im Deckel versehen ist. Die Box fülle ich zu ca. zwei Drittel mit Spangummoos, welches ich stets feucht halte. Eine solche Box stellen viele Züchter erst zur Eiablage ins Terrarium. Meine Tiere halten sich sehr gerne in diesen Boxen auf und Häutungsprobleme kenne ich dadurch auch keine. Es spielt dann auch keine Rolle, wenn ich das Terrarium ausnahmsweise mal eine Woche nicht besprühe.
Zuletzt liegt in jedem meiner Terrarien in einer Ecke ein Steinhaufen, über welchen ich eine Lampe hänge. Die Lampe dient zur Tag-Nacht-Rhythmisierung und wärmt zugleich die darunter liegenden Steine auf, welche nach dem ausschalten des Lichts von den Schlangen regelmässig aufgesucht werden um sich daran zu wärmen
.

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